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39 Schalker Jahre.... oder die Ballade eines Schalkers …. oder einst die fixe Idee eines halbwüchsigen Schlosserlehrlings, heute DER GEILSTE CLUB DER WELT - SCHALKE 04
Der Ballade Erster Teil Zwischen Lippe und Stever, da bin ich geboren ein paar Tage später ham die Schalker gleich verloren gegen die Bayern aus München, die kamen grad empor Rainer Ohlhauser schoß das „goldene“ Tor
Aus mir wurde trotzdem nie eine Zecke oder ein Bayer mir bedeuteten nix Beckenbauer, Müller oder Maier Fischer, Abramczik und Rüssmann, das waren meine Helden Doch mit denen hatte ich derzeit zunächst nicht viel zu melden
Als Schalker zwischen Doofmunder bedarf es Mut doch Opa & Vater vererbte mir halt nun mal königsblaues Blut Jede 14 Tage kamen wir nach GE ins Revier und besuchten den FC Schalke 04
Eins „mein ersten Spiele“, das war kein Entzücken der Gegner hieß 1. FC Saarbrücken wir verloren das Spiel und am Ende auch die Schale Deutscher Meister wurde Gladbach zum letzten Male
In den folgenden Jahren gab es viel zu leiden denn der Abstieg ließ sich nicht mehr vermeiden wir spielten gegen Lüttringhausen, Unterhaching und Meppen und die BxB-Fans fragten mich, „Eh wat willst’n bei den Depp’n“

Es hieß: Und musst Du mal sch****n und hast kein Papier dann nimmst Du die Fahne von Schalke 04“ Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen viele Jungs aus der Schule verhöhnten mich Morgen für Morgen
Für Bayern gab es fast jedes Jahr irgendwas zu feiern und ich begann ihn zu hassen, den FC Bayern Mit den „Löwen & Nürnbergern“ teilte ich meinen Kummer die waren mittlerweile eine noch kleinere Nummer

Doch dann am 2. Mai 84 schoss Olaf Thon DREI Tore gegen die Bayern im Parkstadion Anderntags ging ich zur Arbeit ganz in Blau und Weiß und die Zecken & Bayern-Fans fragten, „Wat soll der Scheiß?“
In meiner Kutte, mit Schalker Trikot und Schal schritt ich stolz auf mein Schalke, durch Halterns Straßen glücklich, erfüllt, vorbei alle Qual
Mir wuchs mein erster Bart und meine Haare wurden länger und für meine Schalker wurd’s immer enger Zweite Liga, Abstiegsplatz, kaum noch Geld, keine Tore Skandale gehörten bei uns Schalkern schon fast zur Folklore
So war’s in den Achtzigern, Ihr werdet Euch erinnern Die Schalker gehörten wahrlich nicht zu den Gewinnern Doch wir fuhren fort, unser Schicksal zu ertragen zu lieben und zu ehren in guten wie in schlechten Tagen
Der Ballade Zweiter Teil 16. Juni ´91, ich werd’s niemals vergessen die Darmstädter Lilien kamen aus Hessen „Attacke!“, La Ola für’s Buch der Rekorde und dann stürmte sie den Platz, die blau-weiße Horde
Wir feierten gleich weiter bis zum Dritten Advent und sangen das Lied, das noch heut‘ jeder kennt „Schaaaalke und der FCN!“ Kann’s was Schöneres geben? Einst harte Rivalen, heute Freunde für’s Leben
Rolf Rojek‘s erster Samba-Zug, wisst Ihr es noch? ich fuhr aus Haltern nach Nürnberg hoch dort wurden wir wie die Könige hofiert und mit rot-schwarzen Devotionalien dekoriert
Nürnkirchener und Gelsenberger kunterbunt durcheinander gemischt und so manches frische Veltins und Tucher wurde zusammen gezischt Ja, das waren noch Zeiten, so wird nur gefeiert wenn man ansonsten in der Liga rumeiert
„Jeder Weg geht mal zu Ende, jede Ehe mal zerbricht. selbst Atome kann man spalten, aber unser Bündnis nicht.“ Verzeiht mir, „Pokalmatadore“, ich musste Euch das klauen für mich gehören diese Worte in Stein gehauen
Schon Max und Berni haben sich sehr gut verstanden, wenn sie gemeinsam in der Nationalmannschaft standen mein Kumpel Willi und ich, wir pflegen diese Tradition meine Eltern nahmen ihn auf wie den eigenen Sohn auch ich geh bei ihm Tag und Nacht ein und aus und fühl mich bei Ihm ganz wie zu Haus
Königsblau und Weinrot, Ruhrpott und Franken gebe Gott, sie mögen sich niemals zerzanken denn so etwas gibt’s nicht noch mal auf der Welt der Verlust wäre unersetzlich, wenn die Freundschaft zerfällt
und der 
Der Ballade Dritter Teil Mein Haar wurde grau mit den Jahren und licht aber noch verroste und verkalke ich nicht bin auch noch nicht erlahmt und liebe königsblau manche Frau nahm’s mit der Treue nicht so genau
Bin grade zum zweiten Mal Zwanzig gewesen und lasse Euch jetzt hier meine Lebensbeichte lesen ich schreibe sie hier auf ganz ungeniert dabei weiß ich eigentlich gar nicht, ob sie Euch interessiert
jeder von uns wüsste soviel zu berichten jeder von uns kennt so tolle Geschichten Stunden, nein Tage könnte man sich über Schalke erzählen also mich vermag damit keiner zu quälen
Wisst Ihr es noch, wart Ihr auch dabei in Valencia, auf Teneriffa und in der Lombardei in Trabzon wurde das Schwarze Meer blau und weiß an der Leine machten wir den „Roten Teufeln“ die Hölle heiß

Kennt Ihr noch die Sportfreunde aus Eisbachtal wir schlugen sie zweimal nur knapp im Pokal auch in Linx, in Vorsfelde und in Rain am Lech hatten wir Glück und in Mainz hatte Pech
„Eisern Union“ gegen „Kohle und Stahl“ ein Jahr später eroberten wir den Ku’damm gleich noch einmal Mayer-Vorfelder hat unseren Thomas Waldoch nicht erkannt und dem Rudi, hackenstramm, flog der Pokal aus der Hand
Als im November 89 in Berlin die Mauer fiel hatten wir gegen Blau Weiß 90 auch kein so leichtes Spiel Dietmar Schacht und Bjarne Goldbaek wird wohl jeder noch kennen aber wer kann noch Kotas und vor allem Wildoer nennen
Die Pillendreher in der Farbenstadt trauten nicht ihren Ohren 1:6 hatten die Knappen dort vorher verloren und die Schalker Gemeinde oben auf den Rängen feierte unsere Mannschaft mit lauten Gesängen
Neulich in Pasching wurde das Freibad gestürmt und damals dort, erinnert Ihr Euch, ist die Borussenfront getürmt Um Einfälle waren Schalker niemals verlegen seit dem 2. Mai 87 sogar mit päpstlichem Segen
Auch am unsäglichen 11. September hat Schalke gespielt doch die Beine waren schwer, es wurde kein Tor erzielt Die Köpfe unserer Gegner aus Athen waren auch nicht frei aber die hatten halt zu ihrem Glück ihr Kleeblatt mit dabei
Gegen die „Kleeblatt-Piraten“ aus Dublin reichte es zum Sieg damals war in Irland noch Bürgerkrieg „Right Wing“ mit „White Ring“ verwechselte unser „Schtann“ So geht’s einem halt, wenn man kein Englisch kann
Ach ja, unser „Schtann“, ich hab ihn auch noch gekannt als kleiner Junge starrte ich voll Ehrfurcht auf ihn wie gebannt leider hab ich ihn nur kurze Zeit spielen gesehen Sondern später eben hinter seiner Ladentheke stehen
Er war immer höflich, hilfsbereit und nett eines Abends klingelte ihn mein Vater wohl aus dem Bett Wir brauchten Karten für irgendein Spiel dem „Garrincha vom Schalker Markt“ war nix zu viel
Aber ich merke schon, jetzt werde ich sentimental ich denke, das lassen wir lieber mal sonst kommt mir noch der alte Ernst Kuzorra in den Sinn den traf man bei Bosch, wenn ich mal mit Opa da gewesen bin
Heute fahr`n wir Seeteufel gemeinsam ”Schalke Glück Auf” schon direkt nach dem Spieltag freuen wir uns wieder darauf Ob Ralf, Micky, Ded oder Holga wenn Schalke spielt ist jeder da
....und ärgert uns ne dumme Wurst hat wieder getrunken über`n Durst wir halten zusammen, das bringt uns nicht runter wir bestehen ewig, andere gehen unter
Ich danke Euch Fan-Freunden für gemeinsame Interessen so hab ich die Zeit des „alleine“ fahr`n schnellstens vergessen War nett mit Euch zu plaudern, ich dank Euch recht schön wir werden uns (so hof ich) noch 104 Jahre „AufSchalke“ sehen.

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